Bottroper Karrieren: Wim Dohrenbusch (ARD-Radio)

Nach großer Karriere sah sein erster Lebensabschnitt nicht aus: Wim Dohrenbusch, 1954 in Bottrop geboren, bricht die Schulausbildung ab und schlägt sich als Taxifahrer, Lkw-Fahrer, Bauhilfsarbeiter und Praktikant durch. Heute Mittag war er eine Stunde lang in der Radiosendung „Tagesgespräch“ des Hörfunksenders Bayern 2 zu hören – nicht als Experte für Lastwagentransporte, sondern als einer der kenntnisreichsten Afrika-Kenner der ARD (s. Bildschirmfoto unten).

Seltsam? Aber doch nicht für Bottroper Karrieren! Denn 1976 kriegt Dohrenbusch die Kurve. Auf dem zweitem Bildungsweg studiert er Sozialpädagogik – und landet bei der WAZ. Nach einer Fachausbildung (Volontariat) wird er bei der Zeitung Redakteur. Von 1985 bis 1988 ist er Afrika-Korrespondent für mehrere deutsche Zeitungen in Nairobi, der Hauptstadt des ostafrikanischen Staates Kenia.

Dann wechselt er zum WDR und beackert journalistisch u. a. für das Studio Essen seine Heimat, das Ruhrgebiet. Doch 2008 zieht es ihn wieder nach Afrika. Drei Jahre lang berichtet er für den WDR und die gesamte ARD wieder aus Kenia. Nach einer Zwischenstation bei WDR 2 in Köln ist Wim Dohrenbusch nun wieder im Ausland unterwegs – allerdings in der Nachbarschaft.

Als Reisekorrespondent im WDR-Büro in Den Haag versorgt er den WDR und alle 60 Radioprogramme der ARD nun mit Radiobeiträgen über die Niederlande – der Wandel in der Integrationspolitik, die großen Reformen, große Kunstausstellungen, Sportereignisse oder Klatschgeschichten aus dem Königshaus sind seine Themen. Aber auch alle wichtigen Prozesse am Internationalen Gerichtshof, am Jugoslawien-Tribunal und am Internationalen Strafgerichtshof beobachtet er für die deutschen Radiohörer. Denn diesem Medium ist er stets treu geblieben.

Und selbst wenn es aus Den Haag mal gerade nichts zu berichten gibt, ist der Bottroper gefragt: als Afrika-Fachmann wie heute Mittag auf Bayern 2.

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