SOMMERSERIE (4): Alltag in einer jungen Stadt. Bottrop 1919.

Den neuen Städtern zwischen Boye und Emscher geht es im Sommer 1919 meist nicht sehr gut. Aber wie immer in schlechten Zeiten suchen die Menschen Abwechslung und Ablenkung in Vergnügungen. Und wie es sich für gerade aus dem Kaiserreich entlassene Deutsche gehört, wird die knappe Freizeit für diese Vergnügungen natürlich ordentlich organisiert. Durch die Kriegswirren von 1914 bis 1918 unterbrochen wird das Vereinsleben schnell wieder aktiviert. So veranstalten die vielen Junggesellen- und Gesellschaftsklubs schon wieder zahlreiche Feste.

So wie der „Rauchklub Blaue Wolke“. In einer Anzeige verkündet er, dass man „am kommenden Sonntag im Lokale des Herrn Bernard Tenbrink, Osterfelder Straße, ein Tanz-Kränzchen veranstaltet. Anfang: 4 Uhr. Es ladet freundlichst ein: Der Vorstand.“ Auf der gleichen Seite der „Bottroper Volks-Zeitung“ (BVZ), auf der diese Einladungsanzeige erscheint, preist ein Bottroper Händler den Stoff an, aus dem die Klub-Mitglieder beim „Tanz-Kränzchen“ viele blaue Wolken machen werden (Ausriss oben).

Dieser Beitrag wurde unter 1901-1950, Allgemein, Sommerserie, Stadtmitte abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>