SOMMERSERIE (Schluss). Alltag in einer jungen Stadt. Bottrop 1919.

Zwar ist die Not in der jungen Stadt Bottrop im Sommer 1919 groß. Aber hohe Preise und knappe Lebensmittel sind damals nicht die einzigen Themen, die die Bottroper erregen. So sorgt der „Mordfall Herzberg” wenige Tage vor der Stadtwerdung für einiges Aufsehen. Der Bergmann mit diesem Namen hat sich, nachdem er „aus dem Felde heimgekehrt” war, mit seiner Frau auseinander gelebt. Denn er hat „einen dauernden Gesundheitsschaden aus dem Krieg mitgebracht“, wie die „Bottroper Volkszeitung“ (BVZ) mit viel Liebe zum Detail berichtet. Darauf hin bringen ihn seine Frau und deren Geliebter um, und zwar wird er (laut BVZ) „mittels einer Schlinge vollständig erwürgt“. Der Vorgang währt 15 Minuten. „Alsdann wurde der Leichnam die Kellertreppe hinunter gestoßen“ und später in einer Sandgrube an der Osterfelder Straße (Foto unten) vergraben.Die Osterfelder Straße 1919 – schon damals eine Allee.

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