Bottroper Telefon-Geschichte(n). Teil 2. Ein Wahrzeichen, das keines wurde: Der Telekom-Turm von 1981.

Von seiner Größe her hätte der das Zeug zum Bottroper Wahrzeichen. Doch dafür ist er nicht typisch genug. Von seinem Modell stehen bundesweit Dutzende in der Landschaft. Und so ist der Telekom-Turm an der Siemensstraße in Batenbrock mit 90 Meter (einschließlich Antennen) zwar der höchste Bau in unserer Stadt, aber in den 30 Jahren seines Bestehens kein Kennzeichen für Bottrop geworden.

Aber das war auch nie sein Zweck. Der Turm soll einfach nur funktionieren, nämlich Bottrop telefonmäßig und datentechnisch mit der großen weiten Welt verbinden. Zu dem Ende 1980 begonnenen Bau wird die Bundespost, zu der der „Fernmeldedienst“ damals noch gehört, von den Bottropern regelrecht gezwungen. Denn sie haben in den 1970er Jahren plötzlich einen Narren am Telefon gefressen. Zuvor führte es im Bereich Bottrop, Kirchhellen und Gladbeck, die für das zuständige Fernmeldeamt Recklinghausen eine Einheit bilden, ein Schattendasein. Als 1969 die ersten Menschen vom Mond aus die längste (Funk-)Leitung nutzen, gibt es im postalischen Glabotki gerade einmal 13 400 Telefonanschlüsse. Nur zehn Jahre ist diese Zahl auf 61 400 regelrecht explodiert. Allein Alt-Bottrop hat nun 35 000 Telefonbesitzer.

Und das verlangt eben neue Technik im Hintergrund, die ab 1981 aber stadtweit zu sehen ist – was natürlich noch ein paar Vergleiche provoziert. So ist der 1968 auf Prosper II in Betrieb gegangene Förderturm 6,40 Meter kleiner als der Telekom-Turm. Auch der 1995 fertig gestellte Tetraeder bringt gerade einmal auf rund 60 Meter Höhe, da er aber auf der etwa 80 Meter hohen Halde steht, überragt er den Funkturm in unmittelbarer Nähe recht deutlich.

Der Telekom-Turm, von der Tetraeder-Halde aus gesehen.

 

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