Stichtag 19.11.2009: Kaufland eröffnet am Berliner Platz. Und die zweijährige Umbauzeit in der City ist beendet.

Der 19. November 2009 ist für die Innenstadt ein bedeutender Tag: Heute vor zwei Jahren, um 7 Uhr, öffnet auf der Ostseite des Berliner Platzes das Warenhaus Kaufland erstmals seine Türen.

Damit geht auch die gut zweijährige Umbauzeit des Berliner Platzes zu Ende. Das größte Loch Bottrops, die zeitweise 250 Meter lange und knapp 100 Meter breite Baugrube zwischen Brauer- und Friedrich-Ebert-Staße, zwischen Hauptpost und ZOB, ist Geschichte.

Eines der bedeutendsten Bauprojekte der vergangenen Jahrzehnte in der City ist beendet (links der Kaufland-Bau im Juni 2009). Es ist 2009 aber auch längst überfällig. Denn die Versorgung der Innenstadt-Bewohner mit alltäglichen Waren ist miserabel. Da der sich schon viele Jahre zuvor abzeichnende Niedergang des Hansa-Zentrums von den Verantwortlichen immer lauter beklagt, aber nie gestoppt wird, ist es schwierig geworden, sich im Mittelpunkt der Großstadt Bottrop mit dem Nötigsten zu versorgen – zumal auch das Karstadt-Angebot geschrumpft ist.

Vor allem ein ausreichendes Angebot an Lebensmitteln wird von vielen City-Bewohnern vermisst. Die relativ kleinen Läden von Plus (Osterfelder Straße) und Kaufpark (Untere Hochstraße) reichen längst nicht mehr aus. Menschen ohne Auto sind aufgeschmissen. Nach langwierigen Verhandlungen über die Umgestaltung des Berliner Platzes, seine neue Randbebauung und die anzusiedelnden Firmen rollen im Sommer 2007 die Bagger an. Zunächst wird das Hallenbad von 1958 abgerissen (oben), es folgen die Bereiche direkt auf dem Berliner Platz.

Im Oktober 2009 ist der neue Platz schon wieder begehbar. Der beliebte Wochenmarkt, der Anfang 2007 zum letzten Mal auf dem Berliner Platz stattfindet, wird aber – trotz aller gegenteiliger Beteuerungen vieler Bottroper Politiker – nicht wieder zurückkehren. Das Provisorium in der Fußgängerzone hat – wie von vielen Bürgern vorausgesehen – während der zweijährigen Umbauzeit sehr viele Fans gefunden.

Außerdem müssen Politiker nun zugeben, dass der Platz deutlich kleiner geworden ist, als von ihnen während der Planungs- und Bauzeit stets behauptet. Statt einer klaren Planung „Wochenmarkt in der Fußgängerzone“ werden die Probleme, die sich aus diesem Schritt ergeben, immer wieder verschoben. Die Folge: Bis heute ist der Markt ein Provisorium mit frei liegenden Kabeln und sonstigen Unannehmlichkeiten, die dem Ansehen des Wochenmarktes durchaus geschadet haben.

Dafür ist am Berliner Platz ein Versor-gungszentrum entstanden, das das Leben in der City durchaus verbessert hat und das bis heute gut angenommen wird (Fotos links, rechts). Dazu tragen vor allem das örtliche Management und die Mitarbeiter von Kaufland bei. Selbst nach zwei Jahren funktioniert der hervorragende Service noch so gut wie am ersten Tag, als am 19. November 2009 die Kunden ins Kaufland drängen (unten).

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