Großbrand vernichtet Bus-Depot der Vestischen. Ein Viertel der Bus-Flotte verbrannt. Depot wurde vor 33 Jahren eröffnet.

Der 26. Juli 1978 ist für die  Vestische Straßenbahnen GmbH ein wichtiger Tag: An der Hiberniastraße wird der Bottroper Betriebshof des Hertener Unternehmens eingeweiht. Auch für Bottrop ist dieser innerbetriebliche Strukturwandel ein Schritt in die Zukunft. 2001 wird dort auch das 100-jährige Bestehen des Unternehmens gefeiert (Foto rechts).

Das alte Depot, das 1925 in Citynähe an der Gladbecker Straße entstanden und später durch Bergschäden in Mitleidenschaft gezogen war, wird aufgegeben. Es schafft Platz für ein Hotel und Gastronomie. Im Eigen an der Hiberniastraße wird zugleich ein Teil der Zeche Rheinbaben, ein Jahrzehnt zuvor gegen massive Proteste der Bergleute stillgelegt, jetzt neu genutzt.

Als Ende Juli 1978 rund 250 Beschäftigte der Vestischen ihre neue Arbeitsumgebung erstmals begutachten, stehen sie vor einer großzügig gestalteten Anlage: Das Depot hat   25 000 Quadratmeter und bietet in der 5400 Quadratmeter großen Halle Raum für knapp 100 Busse. Der Neubau zementiert aber auch eine Unternehmensentscheidung: Straßenbahnen haben hier keinen Platz mehr. Mehr dazu HIER.

Heute, nach 33 Jahren, ist wieder ein entscheidender Tag für die Vestische. Aber kein geplanter. Um 6.30 Uhr geht bei der Feuerwehr der Notruf ein, dass das Busdepot brennt (Foto oben). Trotz eines Großeinsatzes mit 100 Feuerwehrleuten ist nichts mehr zu retten. Um 6.47 Uhr bricht die Stromversorgung in der komplett in Flammen stehenden Halle zusammen: Die Uhr an der Fassade bleibt stehen. Rund 60 Busse, die gestern noch auf den Straßen in Bottrop, Gladbeck, Buer und Oberhausen unterwegs waren, sind nur noch Schrott. Das Busdepot fällt zum Teil in sich zusammen. Der Schaden soll nach Angaben von Firmensprecher Norbert Konegen „im zweistelligen Millionenbereich liegen“. Am Abend ist von 17 Millionen Euro die Rede.

Trotz dieses Verlustes, der ein Viertel der rund 230 Busse der Vestischen betrifft, ist das Unternehmen zuversichtlich, den Linienverkehr in Bottrop und Umgebung über Weihnachten ohne Störungen aufrecht erhalten zu können. Dazu wurde ein Notfahrplan erstellt. Wie es ab Dienstag laufen soll, darüber gibt es noch keine Informationen.

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